quetschenpaua - liselotte meyer (teil 4)
Frau Lieselotte Meyer,
Aus der Rosenstrasse 8.
Die ist Samstag-Nacht,
Um 3 Uhr früh erwacht
Da hörte sie ´Sieg Heil!´
Und ´Ausländer Raus!´
Da schien, als wär das Ganze
In der Nähe von ihrem Haus
Frau Meyer ist erschrocken,
Traut ihrem Ohren kaum
Und denkt ´Das ist doch hoffentlich,
Nur ein böser Traum!´
Da kneift sie sich ins Ohr,
Geht zum Fenster, und sie sieht
Da steht doch was in Flammen,
Und eine Gruppe Männer flieht
Frau Meyer denkt nicht nach,
Sie macht so schnell sie kann
Sie zieht sich ihre Jeans,
Und den Kapuzenpulli an
Mit Feuerlöscher unterm Arm,
So rennt sie aus dem Haus
Mit anderen zusammen,
Kriegt sie das Feuer schliesslich aus
Ja!
So weit so gut, so schlecht
Die Flammen sind gelöscht
Doch die Schweine, die das waren,
Die hamse nicht erwischt
Der Anschlag galt den Flüchtlingen,
Die hier erstmal wohnen
Denn in ihrem Land ist Krieg,
Darum sind sie von da geflohen!
Frau Meyer und die Anderen,
Sie reden hin und her
Mit Englisch gehts ein bisschen,
Die Verständigung ist schwer
Sie planen dennoch eine
´Anti-Nazi-Front´
´My name is Liselotte,
And I help you, if you want!´
Sie trinken noch nen Kaffee,
Und sie reden allerlei
Nach einer guten Stunde,
Kommt auch schon die Polizei
´Hallo ihr Bullen!´, sagt Frau Meyer
´Das ging jetzt aber fix!
Doch ihr könnt gleich wieder fahren,
Von euch erwarten wir hier nix!!´
Die Bullen sind verdattert,
Aber gehen schliesslich weg
Die Flüchtlinge sind irritiert,
Und fragen nach dem Zweck
´Jaja´ sagt da Frau Meyer
´Diese Bullen, das merk ich gleich,
Die schützen hier die Reichen,
Und nicht solche wie euch!´
´But you and me together,
We are friends, and so we move
We take some Gehweg-Platten,
And we put it on your roof
Und wenn